Deutschlands Genossenschafts-Nachwuchs orientierungslos

Dessau, 18. Mai 2022 (geno). Deutschlands Genossenschafts-Nachwuchs befindet sich in der Orientierungslosigkeit. Während staatliche Administrationen und Genossenschaftsverbände das Hohe Lied der Genossenschaften singen und von der Genossenschaftsidee schwärmen, versinkt die Genossenschaftspraxis still und heimlich in sumpfigem Gelände.

Der MMWCoopGo Bundesverband beklagt das und beschreibt die Fehlentwicklung folgendermaßen: „Das Genossenschaftsrecht in Deutschland spricht von ‚Mitglieder-Förderung‘ also von einer ‚Innenverantwortung‘. In den meisten Ländern der EU wird dies bereits anders gesehen. Dies könnte mit ein Grund dafür sein, dass das deutsche Genossenschaftswesen sich tendenziell der ‚historischen Schlechtmarke‘ von ca. 7.000 Genossenschaften nähert. Die ‚Geno-Ratio‘ (Verhältnis von Einwohnerzahl – je 100.000 – und vorhandenen Genossenschaften) ist in Deutschland mehr als bedenklich. Im Verhältnis zu Italien müsste es in Deutschland ca. 82.500, im Verhältnis zu Spanien ca. 35.200 und im Verhältnis zu Frankreich ca. 28.700 Genossenschaften geben.“ ++ (gn/mgn/18.05.22 – 074)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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