Hamburg, 14. Juli 2026 (geno) Es gibt kein Buch, aus dem das „Allgemeinwohl“ herauszulesen ist. Diese staatstragende, geradezu philosophische Feststellung traf der ehemalige Kanzleramtsminister Peter Altmaier am Dienstagabend in der Fernsehsendung „Markus Lanz“ . Der fast nebenbei gefallene Satz entpuppt sich bei näherem Hinsehen auch als genossenschatliche Schlüsselfrage: Eigennutz oder Gemeinnnutz ?
Das Wortpaar wabert inzwischen durch die aktuelle kommunikative Landschaft. Es drängt sich geradezu immer stärker auf, gesellschaftskritische Hauptfragen zu knacken. Darauf Antwort zu erhalten, warten nicht nur die Deutschen seit dem Anbruch der frühbürgerlichen Revolution im 15. Jahrhundert samt der vor 237 Jahren ausgebrochenen Französischen Revolte. Dennoch tauchen allein durch die sprachliche Semantik immer stärkere Vorbehalte, Vorurteile und Tendenzen auf, die die Realität vernebeln.
Dennoch kann sich niemand der Lösung dieses gordischen Knotens entziehen. Das allerdings tut die sogenannte geistige Elite, weil sie um ihre materiellen und finanziellen Pfründe fürchtet. Politische Regenten aller Ebenen sind Teil dieser außerordentlich dünnen Bevölkerungsschicht. ++ (gf/mgn/14.0726 – 067)



