Mitarbeitergenossenschaft. Seltene Genossenschaftsgründung.

München, 3. Februar 2026 (geno) Ziemlich einmaliges Vorhaben, außergewöhnliches Ereignis, ungeheures Wagnis. So lauten die eigenwilligen Charakteristika einer Genossenschaftsgründung, die ein Rundfunkbeitrag des Deutschlandfunk verwendet, um ein Unternehmen in Bayern  weiterzuführen, weil der 66jährige Inhaber sich zur Ruhe setzt und die Firma an geeignete Nachfolger weitergeben will. Still-Legung, Betriebsaufgabe oder Verkauf kommen für ihn nicht Frage, weil er gute Zukunftschancen für seine Branche sieht und in der Belegschaft eine vertrauensvolle Stimmung herrscht. Außerdem ist ihm daran gelegen, dass die Arbeitsplätze der Betriebsmannschaft erhalten bleiben. 

So ist der Chef Alexander Halberg auf die offensichtlich seltene Idee gekommen, das Schicksal des Unternehmens in die Hände seiner rund 600 Beschäftigten zu legen. Die Bildung einer Genossenschaft schien ihm die konstruktivste Methode zu sein. So kam es, dass bereits 2018 eine Genossenschaft gegründet wurde und zwei Drittel der Belegschaft mitmachen. Jeder bezahlte einen Euro und war von heute auf morgen Genossenschaftsmitglied. Weitere Schritte werden erwogen, um die neue Kooperative und den Eigentümerwechsel auf die Erfolgsspur zu bringen. Dazu werden zehn Jahre veranschlagt, um den vollständigen Übergang zu bewerkstelligen. 

Angesichts des Tatbestandes, dass neun von zehn deutschen Unternehmen eigentümergeführt sind, lässt das für die Genossenschaftsbewegung viel Spielraum erahnen, sinniert die Moderatorin des Beitrags Regina Brinkmann in der Sendung „Campus und Karriere“. ++  (gg/mgn/02.02.26 – 016)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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